Über das Blog

Bereits während meines Studiums zum Diplom-Ingenieur der Druck- und Medientechnik habe ich in Druckereien und Agenturen den Wandel durch die Digitalisierung erlebt. Ganze Arbeitsbereiche (und damit auch Arbeitsplätze) fielen in den Produktionsbereichen durch neue digitale Fertigungsprozesse weg. Prozesse wurden einfacher, schneller und flexibler.  Mit dem Desktoppublishing wurden die Produktionsmittel „demokratisiert“. Layout und grafische Arbeiten konnten von immer mehr Menschen mit eigenen Rechnern und Software durchgeführt werden, was zunehmend Agenturen (Grafikbüros, Satzstudios, FotografInnen usw.) unter Druck setzte. Die Druck- und Medienbranche hat sich seitdem grundlegend gewandelt. Heute gibt es eine Vielzahl von Online-Druckereien, über deren Webseiten man die Druckdaten hochlädt und das fertige Produkt nach Hause geliefert bekommt.

Was ich direkt an der Druck- und Medienbranche an Veränderungen durch die Digitalisierung beobachten und erfahren konnte, vollzieht sich in ähnlicher Weise auch in anderen Branchen. Einige davon wurden dabei schneller „revolutioniert“ als andere. So musste beispielsweise die Musikindustrie einen sehr schmerzhaften und einschneidenden Wandel durchlaufen und dem stationären Einzelhandel werden die Auswirkungen der Digitalisierung aktuell schmerzhaft bewusst.

Tradierte und bislang verfolgte Geschäftsmodelle werden durch diesen grundlegenden Wandel herausgefordert bzw. in Frage gestellt. Es braucht neue Ansätze und ein neues Verständnis für ein erfolgreiches Wirtschaften in der digitalen Gegenwart. Die Logistik nimmt hierbei eine Schlüsselposition ein. Die Logistik verbindet die physische und die digitale Welt. Und zwar die Welt des Handels, der Produktion und der Information. Gerade im beginnenden Zeitalter der Digitalisierung kommt dieser Disziplin eine besondere Bedeutung zu.

Unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ findet nun zunehmend die Vernetzung von Produktionsprozessen über Unternehmensgrenzen hinweg statt. Es gilt, zunächst das eigene Geschäftsmodell durchgängig zu digitalisieren und zugleich die Vernetzung mit Partnerunternehmen, Zulieferern und Kunden zu etablieren.

Es wird zunehmend wieder lokal produziert, dabei bleibt das Produkt möglichst lange im digitalen Zustand, bevor es sich nah am Bedarf materialisiert. Güter werden auch künftig global gehandelt und transportiert, aber mit den Möglichkeiten aus der Digitalisierung und Vernetzung dezentraler Produktionsstrukturen werden sich Warenströme und Warenproduktion wesentlich flexibler gestalten.

In diesem Blog begleite ich den Prozess der Digitalisierung der Produktion und ihrer globaler Vernetzung. Gleichzeitig beschäftigt sich das Blog mit den Möglichkeiten und Ansätzen der sogenannten Industrie 4.0 und ihren Herausforderungen an die neue Logistik.

Die Zukunft Gegenwart ist digital, vernetzt und global – sie ist disloziert.