Archiv der Kategorie: Studien

Auch im November sind eine Reihe von Studien und Berichten erschienen:

Digitalisierung: Von den Kleinen lernen

Studie zur Digitalisierung der Berliner Wirtschaft

Berlins Wirtschaft ist bei der Digitalisierung auf einem guten Weg. Das sagt eine aktuelle Studie der IHK Berlin.

Danach sehen sich 40-45% der von der IHK Berlin befragten Unternehmen für die digitale Zukunft gut gerüstet. Befragt wurden 280 Unternehmen aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen. Dabei sind gerade die kleinen Unternehmen Vorreiter bei der Digitalisierung, allen voran die Berliner Digital- und Kreativwirtschaft. Diese mit 1-19 MitarbeiterInnen meist sehr kleinen Unternehmen haben den mit der Digitalisierung einhergehenden Wandel ihrer Geschäftsmodelle zu großen Teilen bereits vollzogen und sehen sich für den zunehmenden Wettbewerb und die Bedrohung bisheriger Geschäftsmodelle gut gerüstet.

Die größeren Unternehmen erwarten noch starke Veränderungen in ihrer Branche und nicht jedes Unternehmen sieht sich hierfür derzeit richtig aufgestellt. Die IHK sieht hier vor allem für mittelständische Unternehmen große Chancen, wenn diese ihre Digitalisierungsbemühungen verstärken.

Die Studie der IHK Berlin ist online abrufbar.

Digitale Republik – Blick auf die Bundesebene und internationaler Vergleich

Die Studie der TNS Infratest zum Stand der Digitalisierung in Deutschland unterstreicht die Ergebnisse der IHK Berlin.

Auch diese Studie sieht vor allem den Handel, die Versicherungs- und Finanzwirtschaft sowie die Informations- und Kommunikationswirtschaft (IKT) und damit die Dienstleister beim Grad der Digitalisierung vorn. In die Gruppe der IKT sind dabei auch die Betriebe der Kreativwirtschaft zu zählen. Unterdurchschnittlich digitalisiert sind danach die Bereiche Verkehr und Logistik, Maschinenbau und verarbeitende Gewerbe, der Fahrzeugbau, das Gesundheitswesen sowie die pharmazeutische und chemische Industrie.

Grafische Darstellung der Potenzialanalyse.
Potenzialanalyse zur Digitalisierung der deutschen Wirtschaft im Vergleich zum internationalen Wettbewerb. Zahlen: TNS Infratest. Diagramm: eigene Darstellung.

Im internationalen Vergleich belegt Deutschland zudem nur bei der Innovationsfähigkeit eine Spitzenposition, während es beispielsweise bei der Marktmacht seiner Unternehmen, der Wachstumsrate der Branche und zuletzt auch bei den Gründungen zurückfällt (diese sind zwar noch überdurchschnittlich aber weiterhin rückläufig). Darüber hinaus scheint sich laut der Studie der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften bereits jetzt als stärkster Standortnachteil auszuwirken.

Dabei werden deutschlandweit bereits von 92.000 Unternehmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 15,8 Milliarden EUR höhere Beiträge zur gewerblichen Bruttowertschöpfung der deutschen Wirtschaft geleistet, als dies beispielsweise der Maschinenbau tut. Dennoch bleiben deutsche Unternehmen v.a. bei der Nutzung digitaler Dienste und dem Export eigener IKT-Leistungen weit unter dem internationalen Durchschnitt.

Bei den wesentlichsten Herausforderungen sehen die befragten Unternehmen zudem die IT-Sicherheit als dringendstes Problem, gefolgt vom Breitbandausbau und Fachkräfteförderung. Aus Sicht der VerfasserInnen der Studie ist die Schaffung digitalisierungsfreundlicher Rahmenbedingungen in den Unternehmen eine der vordringlichsten Maßnahmen zur Verbesserung des eigenen Digitalisierungsgrades, während außerhalb der Unternehmensgrenzen vor allem die  unzureichende Netzinfrastruktur und der Mangel an qualifiziertem Personal ein deutliches Wachstumshemmnis darstellt und hier auch die Politik gefordert ist.

Die Studie der TNS Infratest ist online abrufbar.

Neue Studien zur Industrie 4.0:

Es sind eine Reihe neuer Studien rund um das Thema Industrie 4.0 erschienen. Die Studien sind hier im Folgenden verlinkt: